Im Regen

Der Morgen beginnt grau, eine lange Nacht voller Regen lässt mich denken.
Mein Bett ist leer und einsam. Ich streiche über meine Schulter, meinen Arm und Hand.
Mir ist kalt, denn ich kann die Wärme nicht mehr spüren. Ich lasse mich wieder ablenken.
Die Decke um mich erinnert mich an dich. Du umarmst mich über einen Abstand.

Ich verstecke mich in Geschichten, einzelne Wörter versetzen mich zurück.
Erinnerst du dich daran, dass du mir oft geschrieben hast? Jedes einzelne Wort.
Gedanklich warst du jeden Tag bei mir. Dein Geruch blieb in der Nase zurück.
Du hast gesagt, dass du mich immer umarmen würdest. Aber du bist an einem anderen Ort.

Ich bin in meinen eigenen Wänden gefangen. Wann breche ich endlich aus?
Meine Luft ist verbraucht, der Regen gibt mir neue Kraft. Ich liebe diesen Geruch.
Von Weitem höre ich das Grollen, das Gewitter wird bald da sein - ich will raus.
Der Regen mischt sich mit meinen Tränen. Ich muss weiter ohne Widerspruch.

Ein Blitz schlägt ein, meine Gedanken sind plötzlich so klar. Wo ist es?
Ich drehe mich um und erblicke den Schatten, diese bekannte Silhouette.
Meine Gefühle sind so komisch, aber auch vertraut. Ich frage mich, bist du es?
Ich gehe weiter, doch fühle mich so taub. Umschlinge mich noch einmal für das Ende.

verfasst: 20.10.2018

~Mandy

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