Vertrauen(ssache) - Kapitel 4 (Drama, P12)

Wieder im Schulgebäude angekommen machte sich Roman direkt auf den Weg zum Sekretariat Das war seine erste Station zur Aufklärung und Recherche diesem Falles. Er würde eine der zwei Personen befragen, welche hier alle kannte. Und diese Person nannte sich Adrian. Seit einem halben Jahr ist er Sekretär und Assistent der Schulleitung. Und um ehrlich zu sein wuchs er Roman langsam auch ans Herz. Er war zwar ein wenig eigensinnig, wie eigentlich fast jeder den Roman kannte. Aber dennoch hatte er etwas auf den Kasten. Und er war sehr, sehr gründlich was seine seine tägliche Arbeit betraf. Das war womöglich auch der Grund weshalb Magda ihn einsetzte. Sie hat in letzter Zeit viel um die Ohren gehabt. Vor allem auch aufgrund der zuletzt stattgefundenen Schulfusion. Ein paar unterstützende Hände waren dementsprechend nicht verkehrt. Im Falle der Recherche kamen ein weiteres Augenpaar und vielleicht auch ein Paar Ohren hinzu, welche etwas mitbekommen haben könnten.

Am Sekretariat angekommen findet Roman eine verschlossene Tür vor sich. Anscheinend hatte Adrian von dem ganzen Spektakel nichts mitbekommen und ist bereits nach Hause gegangen. Um seinen Wissensdurst stillen zu können wählte er einen Weg, den er eigentlich nicht gehen sollte. Sein Vorhaben war nun in das Schulleiterbüro einzudringen und das auf halbwegs legale Weise. Kurz nachdem Magda damals zur Schulleiterin erwählt wurde, wurden ihr sämtliche Schlüssel zu den Räumen bereitgestellt. Für ihr eigenes Büro existierten zwei und für das Sekretariat gesamt drei Schlüssel. Wie es der Zufall wollte trug er beide mit sich. Auf Wunsch von seiner Frau führte er diese Schlüssel für den Notfall mit sich. Er zog den kleinen Schlüsselbund aus seiner Hosentasche vor. Kurz bevor er den ersten Schlüssel einführte hielt er noch einmal inne. Die große Vertrauensfrage, ist es das Richtige was ich jetzt tue? Aber er konnte nicht anders. Nun steckte er den Schlüssel ins Schlüsselloch und drehte zweimal. Roman betrat das Sekretariat und schloss die Tür hinter sich. Es war wie immer sehr aufgeräumt und die Post für den nächsten lag auch schon bereit. Er musste sich nun überlegen nach was genau er suchen musste. Infolgedessen betrachtete er Adrians Schreibtisch und dachte nach. Dann kam ihm die Idee. Vielleicht sollte er prüfen wen Magda gestern alles empfangen hatte. In seinem Kopf gestaltete sich das Szenario, dass eventuell jemand mit ihr privat reden wollte und entweder das Büro vermeiden wollte oder es nach Feierabend stattfinden sollte. Das war das sinnvollste was Roman gerade einfallen konnte. Einige Minuten später wurde Roman endlich fündig. Er hatte die Empfangsliste des aktuellen Monats gefunden. Sie versteckte sich in der obersten Schublade des Schreibtisches. Wie viel Zeit schon vorbei ging konnte Roman nicht einschätzen, aber er merkte wie energieraubend das alles wurde. Da er nun endlich einen Stuhl gefunden hat, machte er eine kurze Pause und setzte sich an Adrians Platz.

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