Gestrandet

Ich bewege mich am Boden, eine unbekannte Gegend. Überdeckt von glänzenden Partikeln.
Mein Körper schwimmt weiter. Ich gleite weiter durch diese glasklare Flüssigkeit.
Die Welt um mich hüllt sich in Schweigen. Mein Kopf ist leer, kein Gedanke kann sich entwickeln.
Wird dieser Weg ein Ende haben? Wie lange muss ich noch ausstehen? Weiß jemand Bescheid?

Meine Gelenke geben langsam nach, kann kaum noch sehen. Ich brauche eine kurze Auszeit.
So weit bin ich gekommen, doch ich weiß nicht wohin. Ich kenne kein Ziel.
Wenn ich nach vorne schaue, ich sehe das Gleiche. Für ein neues Bild bin ich bereit.
Langsam schließe ich meine Lider, ich atme tief ein. Kraftlos lasse ich mich treiben, begebe mich in das Spiel.

Nichts hält mich fest, ich verspüre keinen Druck. Ich lasse mich tragen, erst dann öffne ich meine Lichter.
Ich bin gestrandet, eine Insel in Monochrom. Sie ist so schön, so schlicht.
Bin umgeben von Natur und Strand. Immer mehr Gewächs taucht auf. So näher, so dichter.

Wo bin ich hier? Bin ich allein? Ein merkwürdiges Gefühl holt mich ein. Ich muss es wissen.
Durch die Dunkelheit weiter ins Licht. Ich entdecke eine Behausung, wo bist du?
Er steht hinter mir, seine Augen treffen meine. Ein anderer Mensch verdrängt aus der Gesellschaft, aus dem Leben gerissen.
Meine Ohren sind taub, doch höre ich mein Herz schlagen. Wieso kommst du näher? Langsam komme ich zur Ruh’.

verfasst: 30.06.2018

~Mandy


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