Nur ein One-Night-Stand? - Kapitel 1 (Drama, Romance, FemSlash, P12)

Alex konnte nicht einschlafen. Die letzten Stunden waren für sie zu aufregend gewesen. Sie hatte nicht nur jemanden in ihrer Stammbar kennengelernt, nein. Alex fand die Person auf den ersten Blick interessant und wollte mehr von ihr wissen. Nach ein paar Tequila-Shots kamen sie ins Gespräch. Alles schien so gut zu laufen. Sie unterhielten sich über Gott und die Welt. Alex fühlte, dass sie endlich ihren Seelenverwandten gefunden hatte. Bevor sie weiter an Herzschmerz leiden wollte, ließ sie sich heute auf das Risiko ein. Diese Nacht wollte sie nicht alleine verbringen. Dieses eine Mal sollte es keinen Rückzieher geben. Alex’ Gedanken wurden von der sich bewegenden Bettdecke neben sich abgelenkt. Ihr Blick schweifte nach rechts. Sie streckte ihre Beine aus. Tiffany muss wohl wieder wach sein. Alex wandte sich zu ihr und flüsterte ihr ins Ohr, “Wenn es dich nicht stört werde ich am Fenster kurz eine rauchen. Ich komme gleich wieder”. Sie war froh, dass Tiffany ihr derzeit den Rücken zukehrte. Alex war es ein wenig unangenehm, wenn sie jemand mit einem Lächeln auf den Gesicht erwischte. Sie stand auf, schnappte sich ihre Lederjacke und fischte sich aus der Packung eine Zigarette und das Feuerzeug heraus. Ihr Zimmer hatte keinen Balkon. Darum öffnete sie das Fenster und zündete sich ihre Zigarette an. Es war zwar bereits nach Mitternacht, aber auf der Straße liefen noch viele Leute herum. Das Hotel war an einer Geschäftsstraße gelegen. Offensichtlich war sie nicht nur zur Tageszeit belebt. Alex lehnte sich am Fensterbrett ab und beobachtete das Geschehen. Auf den Straßen fuhren noch einige Taxen. Die großen Reklameschilder blinkten wie wild. Durch die hell leuchtenden Straßenlaternen konnte sie selbst aus dem fünften Obergeschoss die Schemen der Gesichter erkennen. Aber auch der Nachthimmel war faszinierend. Unzählig viele Sterne schmückten ihn.

Nach einer Weile konnte Alex das Quietschen der Matratze vernehmen. Sie legte ihr Pokerface auf und drehte sie sich um. Tiffany hatte sich auf die Bettseite gesetzt und suchte ihre Kleidung zusammen. “Hey, willst du etwa schon gehen? Wir haben doch noch den Whiskey hier”, sprach Alex sie an. Von Tiffany kam keine Reaktion. Sie schien durcheinander zu sein. “Tiffany, das Wohnheim ist doch nachtsüber dicht. Wo willst du hin? Bleib doch hier”, bettelte Alex sie an. Plötzlich hörte sie sich auf zu bewegen. Tiffany erstarrte regelrecht. “Es… es tut mir leid, Tiff. Ich wollte dir jetzt keinen Schrecken einjagen”, ruderte Alex zurück. “Dann lass uns wenigstens die Nummern austauschen, mh? Ich würde dich schon gerne wiedersehen”, fuhr sie fort. Es hat ein wenig gebraucht bis Tiffany antwortete, “Ich glaube das ist nicht richtig. Das alles war nicht richtig”. 

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