Finn - Kapitel 5 (Mystery, Horror, P12)
Ohne ein weiteres Wort zu verlieren, zog ‘Vivian’ die sprachlose Finn hinter sich her und sie liefen ein paar Meter über den Strand. Keiner der beiden sagte etwas. Finn machte diese Stille ein wenig nervös, aber auf eine gewisse Weise konnte man diese Situation genießen. Schließlich traf Finn wieder auf Vivian und sie konnten die Zeit nachholen, die ihnen vor Jahren gestohlen wurde. “Ich will dir etwas zeigen”, sagte ‘Vivian’ ohne anzuhalten und streckte nach einem Moment ihren linken Arm aus und zeigte mit dem Zeigefinger in Richtung Klippe. “Dort drüben steht ein verlassener Leuchtturm. So einer in welchem wir früher immer gespielt haben. Weißt du noch?”, erklärte sie. “Natürlich kann ich mich daran erinnern. Aber... “, fing Finn nun an zu stottern, “Aber wo sind wir? Und was machen wir hier? Ich kann mich nicht erinnern, was vorher passiert ist”, sprudelte es aus Finn heraus. Finn hatte so langsam Vertrauen zu ‘Vivian’ entwickelt und hatte das Gefühl, dass sie miteinander darüber sprechen müssten. Vielleicht konnte ‘Vivian’ Finn alles erklären. Sie war letztendlich die klügere von den beiden jungen Menschen. ‘Vivian’ fing an zu kichern und drehte sich zu Finn mit einem großen Lächeln. Sie ließ Finns Hand los und verschränkte ihre Arme hinter den Rücken. “Lass dich überraschen, Finn, hihi. Ich habe eine große Überraschung für dich”, antworte ‘Vivian’ voller Freude. Sie erwartete scheinbar keine Antwort, denn plötzlich rannte sie in die Richtung los, in welche sie eben noch gezeigt hatte. Und sie ließ Finn verwirrt alleine stehen. “Vivian, hey! Bleib stehen!”, rief Finn ihr hinterher und versuchte sie rennend einzuholen. Leider war es Finn nicht gelungen ‘Vivian’ einzuholen. Sie verschwand hinter den Felsen ohne eine Spur zu hinterlassen. Aber dann bemerkte Finn den Leuchtturm vor sich. ‘Vivian’ wollte, dass sie dort reingehen. Und sie erzählte von einer Überraschung, die sie habe. Finn entschied sich dem Leuchtturm zu nähern und sich diesen aus der Nähe zu betrachten.
An der Tür angelangt, berührte Finn mit der Hand das Metall vor sich. Es wurde nichts abgeschlossen und ein Eindringen war möglich. Finn betrat den Turm und konnte zunächst nichts richtig erkennen. Alles was zu sehen war waren die dunkle Schemen der Inneneinrichtung. Das Gebäude wies zwar einige Fenster in Richtung Turmspitze auf, aber zur Ausleuchtung reichten diese nicht aus. Aus Reflex tastete sich Finn an der linken Wand neben der Tür entlang und fand einen Lichtschalter. Kaum betätigt wurde der Raum von künstlichem Licht einiger Neonröhren durchflutet. Auf den ersten Blick sah alles normal eingerichtet aus. Eine Kommode an der linken Seite mit Bilderrahmen und einigen Deko-Gegenständen gegenüber stand ein gedeckter Tisch mit drei Stühlen und im Hintergrund fing die Wendeltreppe zur Turmspitze an. Finn trat dem Holztisch näher. Eine Tischdecke aus Spitz bedeckte den Tisch und darauf ausgebreitet waren kleine Teetassen und dazu passende Teller und Untertassen. In der Mitte stand eine weiße Etagere auf welcher einige Krümel verteilt waren. Alles war von Staub bedeckt. Um das Gestell herum lagen bunte Spielkarten, welche jeweils eine Prinzessin mit glitzernden Diadem und aufgebauschten Kleid zeigten. Das Gesamtbild erinnerte an eine Tee-Party von kleinen Mädchen. So etwas hatte sich Finn inmitten des Leuchtturmes nicht vorgestellt. Finn konnte die Augen von dem Geschirr nicht lassen und verlor sich in den eigenen Gedanken, denn das Design der Tasse erinnerte an etwas. Es war die eigene Kindheit. Damals wurde Finn oft von den Nachbarskindern zum Spielen eingeladen. In der Nachbarschaft gab es kaum Kinder, nur Finn und die Zwillinge von nebenan - Anna und Elsa. Sie veranstalteten nahezu jeden Tag ihre kleinen Teepartys und das Geschirr ähnelte sehr stark diesem, welches gerade vor Finn aufbereitet stand. “Das kann nicht sein”, sagte Finn und ergriff eine der kleinen Teetassen und drehte sie in der Hand um. Entsetzt reagierte Finn, “Nein. Das… das ist doch Annas Monogramm”. Hastig stellte Finn die Tasse wieder auf den Tisch und nahm die nächste Tasse in die Hand. Dieses Mal war es das eigene Monogramm, PF, Princess Finn. “Das soll doch ein Witz sein, das ist alles nur Zufall!”, sagte Finn mit leicht paranoiden Stimme. Langsam beruhigte sich Finn wieder. “Das alles sollte es doch gar nicht mehr geben. Es wurde damals alles verbrannt und…”, brach Finn abrupt den Satz an. So langsam hatte Finn eine Vermutung, was sich hier abspielte. Um mehr Gewissheit zu haben schaute sich Finn die Bilder auf der Kommode an. Auf den Bildern waren Anna und Elsa zu sehen, im Alter von fünf und sechs Jahren. Auch Bilder von ihren längst verstorbenen Eltern waren mit aufgestellt. Aber was hatte das alles hier zu suchen? Finn trat einen Schritt zurück und schaute wieder nach oben. Über der Kommode hing ein silberner Spiegel in ovaler Form. Finn blickte hinein und erschreckte kurz, denn im Hintergrund war Vivians Gesicht zu sehen. “Vivian, was soll das? Wieso…”, drehte sich Finn um und entdeckte erneut Leere. Finn redete sich ein, dass ‘Vivian’ nur noch nach oben zur Spitze geflüchtet sein konnte. Aus diesem Grund lief Finn die Treppe hoch um die Leuchtturmspitze zu erreichen.
An der Tür angelangt, berührte Finn mit der Hand das Metall vor sich. Es wurde nichts abgeschlossen und ein Eindringen war möglich. Finn betrat den Turm und konnte zunächst nichts richtig erkennen. Alles was zu sehen war waren die dunkle Schemen der Inneneinrichtung. Das Gebäude wies zwar einige Fenster in Richtung Turmspitze auf, aber zur Ausleuchtung reichten diese nicht aus. Aus Reflex tastete sich Finn an der linken Wand neben der Tür entlang und fand einen Lichtschalter. Kaum betätigt wurde der Raum von künstlichem Licht einiger Neonröhren durchflutet. Auf den ersten Blick sah alles normal eingerichtet aus. Eine Kommode an der linken Seite mit Bilderrahmen und einigen Deko-Gegenständen gegenüber stand ein gedeckter Tisch mit drei Stühlen und im Hintergrund fing die Wendeltreppe zur Turmspitze an. Finn trat dem Holztisch näher. Eine Tischdecke aus Spitz bedeckte den Tisch und darauf ausgebreitet waren kleine Teetassen und dazu passende Teller und Untertassen. In der Mitte stand eine weiße Etagere auf welcher einige Krümel verteilt waren. Alles war von Staub bedeckt. Um das Gestell herum lagen bunte Spielkarten, welche jeweils eine Prinzessin mit glitzernden Diadem und aufgebauschten Kleid zeigten. Das Gesamtbild erinnerte an eine Tee-Party von kleinen Mädchen. So etwas hatte sich Finn inmitten des Leuchtturmes nicht vorgestellt. Finn konnte die Augen von dem Geschirr nicht lassen und verlor sich in den eigenen Gedanken, denn das Design der Tasse erinnerte an etwas. Es war die eigene Kindheit. Damals wurde Finn oft von den Nachbarskindern zum Spielen eingeladen. In der Nachbarschaft gab es kaum Kinder, nur Finn und die Zwillinge von nebenan - Anna und Elsa. Sie veranstalteten nahezu jeden Tag ihre kleinen Teepartys und das Geschirr ähnelte sehr stark diesem, welches gerade vor Finn aufbereitet stand. “Das kann nicht sein”, sagte Finn und ergriff eine der kleinen Teetassen und drehte sie in der Hand um. Entsetzt reagierte Finn, “Nein. Das… das ist doch Annas Monogramm”. Hastig stellte Finn die Tasse wieder auf den Tisch und nahm die nächste Tasse in die Hand. Dieses Mal war es das eigene Monogramm, PF, Princess Finn. “Das soll doch ein Witz sein, das ist alles nur Zufall!”, sagte Finn mit leicht paranoiden Stimme. Langsam beruhigte sich Finn wieder. “Das alles sollte es doch gar nicht mehr geben. Es wurde damals alles verbrannt und…”, brach Finn abrupt den Satz an. So langsam hatte Finn eine Vermutung, was sich hier abspielte. Um mehr Gewissheit zu haben schaute sich Finn die Bilder auf der Kommode an. Auf den Bildern waren Anna und Elsa zu sehen, im Alter von fünf und sechs Jahren. Auch Bilder von ihren längst verstorbenen Eltern waren mit aufgestellt. Aber was hatte das alles hier zu suchen? Finn trat einen Schritt zurück und schaute wieder nach oben. Über der Kommode hing ein silberner Spiegel in ovaler Form. Finn blickte hinein und erschreckte kurz, denn im Hintergrund war Vivians Gesicht zu sehen. “Vivian, was soll das? Wieso…”, drehte sich Finn um und entdeckte erneut Leere. Finn redete sich ein, dass ‘Vivian’ nur noch nach oben zur Spitze geflüchtet sein konnte. Aus diesem Grund lief Finn die Treppe hoch um die Leuchtturmspitze zu erreichen.
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