Vertrauen(ssache) - Kapitel 6 (Drama, P12)
Weitere drei Stunden sind vergangen und es gab immer noch keine Spur von Boris’ Freundin. Es ist bereits Abend geworden und die Chance sie noch in der Schule anzutreffen war mehr als gering. Die beiden jungen Männer standen am Eingangstor des Gebäudes. Roman lehnte sich mit dem Rücken gegen die Wand. Seine Arme hatte er über seine Brust verschränkt und starrte in die Ferne. Boris hingegen stand da und suchte scheinbar etwas in seiner Manteltasche. Er zog eine kleine rechteckige Schachtel heraus, öffnete diese und fischte sich eine Zigarette raus. Die Zigarette steckte er sich in den Mund, schloss die Packung und tauschte sie gegen ein Feuerzeug in seiner Tasche aus. Sein erster Versuch die Zigarette anzuzünden schlug fehl. “Ich dachte du hättest damit aufgehört”, merkte Roman an. Der zweite Versuch stieß eine kleine Flamme auf und seine Zigarette brannte am anderen Ende. “Nicht komplett", antwortete Boris und zog einmal daran und sagte, “Manchmal kommt halt die Sucht wieder und ich kann den Zwang nicht aufhalten”. “Ja, sehr poetisch”, antwortete Roman angewidert. Weitere fünf Minuten vergingen und keiner der beiden hat ein weiteres Wort gesprochen. “Und? Wo könnte sie noch sein?”, versuchte Roman die Konversation wieder aufzunehmen. “Wer? Natascha?”, fragte Boris ungläubig. “Nach wen haben wir denn die ganze Zeit gesucht du Vampir?”, fauchte Roman seinen Bruder an. “Nur weil ich einen langen, schwarzen Mantel trage, gibt es dir nicht das Recht mich als Vampir zu bezeichnen”, verteidigte er sich. “Zudem, warum willst du immer noch Natascha finden? Sie war doch nicht die einzige auf dieser Liste. Des weiteren läuft sie bei Magda doch andauernd rein und raus. Was ist dein Problem?”, reagierte Boris leicht sauer. Die Zeit ist gekommen. Roman wusste, dass der Zeitpunkt kommen würde, an den er es ihm erzählen musste.
Er atmete tief ein und fing an, “Hör’ mal, es gibt da eine Sache, die ich dir bisher verschwiegen habe. Georg hatte mir vorhin noch eine wichtige Information mitgegeben”, erklärte Roman. Von seiner Haltung her konnte man davon ausgehen, dass sich Boris abreagiert hat. Hoffentlich wird das so bleiben. Er schien darauf nicht antworten zu wollen, noch nicht. Also fing er an, “Magda wurde im Vorratsraum gefunden. An ihrer Kleidung wurde ein langes, dunkelblondes Haar gefunden. Von der Länge her könnte es von Natascha stammen”. Es war noch immer ruhig. “Es tut mir leid, dass ich es dir nicht sofort gesagt habe, ich...”. “Alles gut”, brachte Boris in einem selbst für ihn ungewohnt ruhigen Ton entgegen. “Sie hatte mich letztens zu Magda ausgefragt. Und ob ich sie mögen und als was ich sie sehen würde”. “Ihr habt euch gestritten?”, fragte Roman feststellend. Boris ist doch sonst nie die Person, die sich auf Streits einlässt. Seufzend antwortete er, “Sie ist eifersüchtig und meinte, dass ich Magda besser behandeln würde als sie. Sie könne ja nicht weniger wert sein als eine Schwester beziehungsweise Schwägerin”. “Mensch, da hat’s ja bei euch mächtig gekracht. Was ist danach passiert? Wieder vertragen und Versöhnungssex?”. Ein leichtes Lachen ertönte. “Ich habe ihr gesagt, dass sie sich keine Sorgen machen soll. Aber scheinbar hat ihr das als Antwort nicht ausgereicht. Sie hat mich weiter angeschrien und ich bin abgehauen. Letzte Nacht habe ich bei meinem Kumpel Eddie übernachtet”. “Und seitdem hast du sie nicht wiedergesehen, richtig?”, hinterfragte Roman. Befürwortend nickte Boris seinen Kopf und zündete sich eine weitere Zigarette an. “Und nun?”, fragte er abschließend. “Wir gehen zur dir nach Hause und schauen, ob sie sich dort aufhält. Ist doch klar”, kam von Roman als Antwort. Er konnte ihm ansehen, dass ihm diese Idee nicht gefiel, aber es musste sein. Selbst wenn Natascha am Ende nichts mit der Geschichte zu haben könnte, musste die Sache mit seinem Bruder geklärt werden.
Er atmete tief ein und fing an, “Hör’ mal, es gibt da eine Sache, die ich dir bisher verschwiegen habe. Georg hatte mir vorhin noch eine wichtige Information mitgegeben”, erklärte Roman. Von seiner Haltung her konnte man davon ausgehen, dass sich Boris abreagiert hat. Hoffentlich wird das so bleiben. Er schien darauf nicht antworten zu wollen, noch nicht. Also fing er an, “Magda wurde im Vorratsraum gefunden. An ihrer Kleidung wurde ein langes, dunkelblondes Haar gefunden. Von der Länge her könnte es von Natascha stammen”. Es war noch immer ruhig. “Es tut mir leid, dass ich es dir nicht sofort gesagt habe, ich...”. “Alles gut”, brachte Boris in einem selbst für ihn ungewohnt ruhigen Ton entgegen. “Sie hatte mich letztens zu Magda ausgefragt. Und ob ich sie mögen und als was ich sie sehen würde”. “Ihr habt euch gestritten?”, fragte Roman feststellend. Boris ist doch sonst nie die Person, die sich auf Streits einlässt. Seufzend antwortete er, “Sie ist eifersüchtig und meinte, dass ich Magda besser behandeln würde als sie. Sie könne ja nicht weniger wert sein als eine Schwester beziehungsweise Schwägerin”. “Mensch, da hat’s ja bei euch mächtig gekracht. Was ist danach passiert? Wieder vertragen und Versöhnungssex?”. Ein leichtes Lachen ertönte. “Ich habe ihr gesagt, dass sie sich keine Sorgen machen soll. Aber scheinbar hat ihr das als Antwort nicht ausgereicht. Sie hat mich weiter angeschrien und ich bin abgehauen. Letzte Nacht habe ich bei meinem Kumpel Eddie übernachtet”. “Und seitdem hast du sie nicht wiedergesehen, richtig?”, hinterfragte Roman. Befürwortend nickte Boris seinen Kopf und zündete sich eine weitere Zigarette an. “Und nun?”, fragte er abschließend. “Wir gehen zur dir nach Hause und schauen, ob sie sich dort aufhält. Ist doch klar”, kam von Roman als Antwort. Er konnte ihm ansehen, dass ihm diese Idee nicht gefiel, aber es musste sein. Selbst wenn Natascha am Ende nichts mit der Geschichte zu haben könnte, musste die Sache mit seinem Bruder geklärt werden.
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