Eine verhängnisvolle Nacht - Kapitel 3 (Drama, P12)
Wenige Stunden später riss Rose erschrocken ihre Augen auf. Es klingelte an der Haustür. Rose hatte die Hoffnung, dass Edward sie an der Tür begrüßen würde. Er vergaß öfters mal seine Schlüssel oder er verstaute sie unbewusst in sein Gepäck. Leicht verkatert erhob sich Rose von dem Sofa und öffnete die Tür. Anstatt ihres Ehemannes, standen ihr zwei Polizisten entgegen. “Miss Devenor?”, sprach einer der beiden Männer. Erstaunt über den Besuch, nickte Rose bejahend nur mit ihren Kopf. Sie war noch ein wenig benebelt und wusste nicht, was die beiden Herren so spät noch von ihr wollten. Die Männer schauten sich kurz einander an und nahmen wortlos ihre Mützen ab. Der andere Polizist räusperte sich kurz und sagte, “Miss Devenor, wir müssen Ihnen leider schlechte Nachrichten überbringen”. Rose war wie erstarrt. Einige Sekunden war es ruhig gewesen und der erste Polizist setzte fort, “Miss Devenor, wir müssen Ihnen mitteilen, dass es auf der Preston Street zu einem schweren Verkehrsunfall gekommen ist. Aufgrund der Wasserglätte ist ein Fahrzeug von der Fahrbahn abgekommen und ist in die große Eiche gekracht”. Um Rose nicht mit den Ereignissen zu überrumpeln, machte der Polizist erneut eine Pause. Sein Kollege schluckte kurz und setzte bedächtig an, “Der Fahrer des Fahrzeugs hat den Unfall leider nicht überlebt. Anhand seines Ausweises konnten wir den Insassen ausmachen und als Ihren Mann identifizieren. Es tut uns leid, Ihr Mann Edward ist von uns gegangen”. Rose spürte nichts mehr. Ihre Gedanken waren mit einem Schlag verschwunden. “Miss Devenor, ist mit Ihnen alles okay? Wir wissen, dass das jetzt schwer für Sie ist, aber gibt es etwas was wir für Sie tun können?”, versuchte einer der Polizisten Rose aus ihrer Schockstarre zurückzuholen. Ohne ein Wort zu verlieren, schloss Rose die Tür zu und setzte sich wieder auf das Sofa. Sie griff wieder nach ihrem Weinglas und leerte es mit einem Schluck. Erst zu diesem Zeitpunkt bemerkte sie, dass ihr Gesicht nass war und strich sich mit ihren Händen über die Augen. Anschließend legte sie sich wieder auf das Sofa und beobachtete so lange das lodernde Feuer bis sich ihre Augen schlossen.
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